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Auch mehr als 35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung existiert noch immer eine imaginäre Grenze zwischen Ost und West, die sogar die nach der Wende geborene Generation spürt. Sie macht sich nicht nur in sozialen und kulturellen Unterschieden bemerkbar, sondern auch in Bezug auf Einkommen, Vermögen und Jobchancen.
Im Buch „Postwendekinder“ erkunden 34 AutorInnen und KünstlerInnen in Form von persönlichen Erzählungen, Essays und visuellen Beiträgen ihre (post-)sozialistische Prägung und die Ambivalenzen ihres Ostdeutsch-Seins, thematisieren die bis heute sichtbaren strukturellen Brüche, die mit dem Beitritt der DDR zur BRD einhergingen, hinterfragen die recht(sextrem)en Tendenzen in Ostdeutschland und suchen nach einer solidarischen und gleichberechtigten deutsch-deutschen Zukunft.
Die Lesung aus „Postwendekinder“ in der Stadtbibliothek am Tag der Deutschen Einheit mit zwei der Autorinnen (aus Gotha und Erfurt stammend) ist für Jugendliche (ab16 Jahre) gedacht und soll die Möglichkeit eröffnen, über die nach wie vor bestehenden vielfältigen Differenzen und Probleme zwischen „Ost“ und „West“ zu reflektieren und zu diskutieren.

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